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Die IRONIE der Finanztransaktionssteuer

...besteht darin, dass die Befürworter und z.T. sehr aktiven Verfechter der FTS diese Steuer hinterher selber tragen müssen, oft sogar ohne dass sie es wissen.

Eigentlich sollten ja die Verursacher der Finanzkrise bestraft werden. Dies waren aber weder die privaten Trader noch Privatanleger, noch Besitzer von Pensionsfonds, Riester- und Rürup-Verträgen, Fondsbesitzer, Inhaber von Lebensversicherungen etc.., aber gerade all diejenigen müssen ja diese Steuer zahlen. Privates Trading wird unmöglich und alle anderen, die halt eher passiv am Finanzmarkt beteiligt sind, werden zwar nicht ganz so viel zahlen, aber letzten Endes wird es insgesamt dazu führen, dass die Renditen, wenn überhaupt, kaum noch mit der Inflation Schritt halten können.

 

Das Hochfrequenztrading sollte mit der FTS verhindert werden, aber dieses wurde bereits reguliert, auch hier zieht das Argument für eine Finanztransaktionssteuer nicht mehr.

 

Merkwürdig ist zudem, dass die Befürworter einer Finanztransaktionssteuer die Ansicht haben, dass das ewige Halten einer Aktie weniger spekulativ ist, als der bewusste Einsatz von Zertifikaten oder Optionen zur Absicherung des eigenen Depots. Gibt es also nur Aktien die ewig steigen? Fragen Sie Besitzer von Enron-Aktien, von RWE, E.ON, Banktiteln etc. etc..

Wer sich aktiv um seine Geldanlage kümmern möchte, soll also bestraft werden. Das ist ja schon fast zynisch.

 

Eine weitere Ironie ist, dass Staatsanleihen von der Steuer ausgenommen werden sollen. Das ist zwar nett, die Gattung wirft aber zur Zeit bei halbwegs solventen Staaten und vertretbaren Laufzeiten leider nur Negativrenditen ab... .

 

 

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