Nobby´s Finanzseite
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Negative Auswirkungen einer Finanztransaktionssteuer

- Austrocknung der Liquidität verbunden mit erhöhten Gefahren für Verwerfungen am Finanzmarkt und verherenden Folgen für die Realwirtschaft

- Enorme Schwächung des Finanzplatzes Deutschland mit den entsprechenden Folgen

- Beraubung der Handelsfreiheit seitens des Staates und Bevorteilung anderer Länder gegenüber dem Bundesbürger

- Bevorteilung von großen Unternehmen, die selbstverständlich ihren Sitz ins Nicht-EU-Ausland verlagern und Benachteilung von kleinen Unternehmen, die sich dieses nicht leisten können

- Benachteiligung von Privatanlegern (Kleinanlegern im Sprachgebrauch der SPD...)

- Versteckte Kosten, die jeder Bankkunde zu spüren bekommt

- Kreditzinsen werden steigen, deshalb können die Firmen weniger investieren, und das kostet Arbeitsplätze

- Benachteiligung von Gründerfirmen, die an der Börse Kapital aufnehmen wollen

- Nachahmergefahr: Wird nur massiv populistischer Druck gegen Politiker aufgebaut, so haben diese Angst ihren Posten zu verlieren und beugen sich einer Bewegung, obwohl sie für das Land offensichtlich und nachweisbar schädlich ist (Noch im September macht sich Schäuble für eine weltweite FTS stark, da sie nur auf EU-Ebene ihre Wirkung verfehlt; 2 Monate später, nach den enormen Zuwächsen der AFD und Druck von Links gibt er die Absicht bekannt, eine FTS im kleinen Rahmen unter bestimmten Umständen einführen zu wollen und wird prompt von Links gefeiert)

- Mit fadenscheidenen Argumenten köderte Attac unzählige Menschen, die von dem, was sie unterschrieben, nichts verstehen konnten und dies soll "belohnt" werden auf Kosten von vielen Menschen und der Allgemeinheit (Attac hat diese Menschen nicht gesagt, dass Großunternehmen beim Hedging von der Steuer ausgenommen werden, dass die Altersvorsorge wegen der Steuer massiv belastet wird, dass Bankkunden für normale Geschäfte mehr bezahlen müssen, dass viel weniger Steuergelder von der Finanzindustrie auf der anderen Seite eingenommen werden, die dann für andere Zwecke fehlen etc. etc.. Nein, man sagte den Menschen nahezu kontextlos, da kommt eine neue Steuer, die bringt viel, viel Geld und die bezahlen ganz sicher ganz böse Menschen und alle anderen müssen nur einen "klitzekleinen" Bruchteil bezahlen. Kurzum eine Milchmädchenrechnung ohnesgleichen. Aber mit den entsprechenden Parolen wurde dies geglaubt. Denn es wurde das Gutmenschtun angeregt: Wir schreiben dem Einzelnen vor, was gut und richtig im Sinne der Massen ist und dafür braucht es den Eingriff des Staates in das Eigentum und die Vertragsfreiheit. Wir bestrafen die Bösen und tuen Gutes. Aber doch nicht mit dieser Steuer!!!)

- die wahren Verursacher der Finanzkrise kommen davon und es werden willkürlich Sündenböcke auserkoren (u.a. private Trader, Kleinanleger etc.)

- Privatanleger sollten durch eine FTS nicht benachteiligt werden, doch genau dies wird momentan von der Politik (Stand Oktober 2016) beabsichtigt und im Netzt wird schon beinahe eine Hetzkampagne gegen private Trader sowie Aktionären (viele Bürger wissen nicht einmal, dass ihr Geld über verschiedene Versicherungen und Altersvorsorgeprodukten wie Riester-Rente, Lebensversicherungen, Betriebsrente ja auch in Aktien und Anleihen angelegt ist...) betrieben. 

- die Aktienkultur in Deutschland wird massiv weiter geschwächt, auf der einen Seite sollen Menschen ihre private Altersvorsorge vorantreiben, auf der anderen Seite wird dies wieder nicht gewollt. 

 

Selbst der Erfinder der Steuer, James Tobin, hat sich nach einigen Jahren wieder von der Steuer distanziert. Aus gutem Grund. Bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die erste Idee nicht funktioniert.

Auch die Erfahrung aus Schweden, wo in den 80er-Jahren die Transaktionssteuer eingeführt wurde, zeigte, dass die Börse keinesfalls ruhiger wurde und so schafften die Skandinavier die Steuer reumütig später wieder ab. Heute ist Schweden ein erbitterter Gegner einer Finanztransaktionssteuer. So etwas wird aber anscheinend momentan aus wahlpolitischen Gründen vollkommen ignoriert. Statt Aufklärung Stammtischparolen, die Steuern sollten die "Zocker" (per Definition sind Zocker eigentlich Glücksspieler oder wie ein befreundeter Schachspieler, der sich dem Pokern widmete, es ausdrückte: "Leichte Opfer" - Börse ist aber kein Glücksspiel -obwohl Glück natürlich hilfreich ist, aber wo ist das nicht der Fall...- , weder Investieren, noch Anlegen und auch nicht das strategische Handeln in kürzeren Zeitabständen) bestrafen.

Auch das „Institute for Development Studies“ kommt nach der Lektüre von gut 200 Studien zu dem Schluss, dass die Börse mit einer Transaktionssteuer nicht stabiler wird (eine Tatsache, die so logisch ist, dass dafür eigentlich nicht so viel gelesen werden müsste; stellen sie sich mal vor, man nähme nur 10 Personen, die den Ölpreis handeln sollten, was kämen da für Preise raus???!!!; oder wie sieht es aus, wenn nur wenige Leute in einem Ort Gebrauchtwagen handeln und noch schöner, aus einem Nachbarort heraus Leute diese Preise beliebig nach oben und unten manipulieren können, na toll...). „Die meisten praktischen Erfahrungen zeigen, dass die Ausschläge eher steigen und nicht sinken.“

 

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