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Statt einer Transaktionssteuer...

gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, um zweckdienliche Ziele zu erreichen.

Wie wir gesehen haben, würde eine Finanztransaktionssteuer in der von den nunmehr 10 Ländern in der EU diskutierten Form aud den genannten Gründen wenig einnehmen und dieses Geld werden letztlich hauptsächlich die privaten Endkunden bezahlen.

 

Nachfolgend nenne ich einige Vorschläge, mit denen ebenfalls Einnahmen geschaffen werden, für die aber keine so harten Einschnitte erforderlich sind und weswegen niemand das Land verlassen muss:

 

- Jeden Tag finden unzählige Transaktionen statt, die aber oft ein Nullsummenspiel sind und deshalb auch nicht schädlich. Zudem wird durch die Vielzahl von Käufern und Verkäufern der Markt stabil gehalten. Für jede Transaktion könnte ein fixer Betrag, z.B. 1 Euro abgezogen werden und diesem einen ganz bestimmten guten Zweck zugeführt werden. Der verhältnismäßig kleine Betrag wird wirklich niemanden weh tun, aber durch die vielen Transaktionen kommt eine stattliche Summe zusammen. Auch sieht man direkt, wo das Geld hinfließt. Alle hätten ein gutes Gefühl, sowohl die Zahlenden als auch die Fordernden (also diejenigen, die nicht zahlen wollen, aber fordern, dass andere für ihren Handel zahlen). 

 

- Ggf. eine höhere Abgeltungssteuer, die aber verbunden mit einem Zugeständnis einhergehen sollte (z.B. in Form von Steuerfreiheit nach einer bestimmten Haltefrist). Somit werden Gewinner zur Kasse gebeten, während die FTS alle bestraft und jemand, der Geld verliert wird ja durch die geforderte Transaktionssteuer doppelt bestraft. Verliereraktien müssen im Zuge eines Risikomanagements gerade auch im privaten Bereich abgestoßen werden, damit der Verlust nicht zu groß wird. Eine FTS fördert aber das Halten bis zur Pleite, wodurch mitunter Existenzen zerstört werden können. Zahlt man wie bisher "nur" auf die Gewinne Steuern, wird diese natürlich bereitwilliger gezahlt. Die Steuerfreiheit nach einer bestimmten Haltefrist (wie es vor 2009 üblich war, zudem gab es das Halbeinkünfteverfahren...) spielt zudem diejenigen in die Karten, die meinen, weniger Transaktionen böte mehr Stabilität auf den Märkten. Zudem tritt die Gruppe, die ihre Aktien länger halten wollen, auch in fallenden Märkten als Käufer auf, um den Markt zu stabilisieren, sofern sie für den Kauf nicht noch eine Strafgebühr in Form von FTS zahlen müssen und einen Anreiz haben, irgendwann einen lukrativen Verkauf zu tätigen, ohne das die Steuer das investierte Kapital auffrisst.

 

- Finanzinstitutionen könne eine Extraabgabe bei besonders hohen Gewinnen leisten, exorbitante Gehälter könnten eine Abgabe leisten etc. etc.

 

- Es könnte ein Fonds geschaffen werden mit freiwilligen Abgaben aus der Finanzbranche sowie von Privaten, die Wertpapierveräußerungsgeschäfte leisten, zu einem klar definierten guten Zweck. Was glauben sie, was da zusammen käme!? Ich würde alles darauf wetten, dass damit mehr zusammen käme, als eine FTS je erreichen könnte!!! 

 

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